Archive for Juni 2010

Ich nehme dann mal eine Auszeit.

24/06/2010

bevor die Symptome für burnout stärker werden, mach ich mal ne Erholungspause.

Machtetjut.

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plötzliche Erinnerung

24/06/2010

Heute überfiel mich aus gegebenen Anlass ein Textfragment aus dem Lied „alle meine Freunde“ von Hannes Wader, wo er daran denkt, sich eine Radkappe zu besorgen, in der er sich dann spiegeln kann.

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Das getunte weiße Auto verläßt die Waschstraße. Während noch die nassen Teile von Mitarbeitern abgewischt werden, steht der Besitzer des Fahrzeugs an der Übernahmestelle. Man sieht ihm an, dass er um den Lack seines Lieblings bangt.

In den Händen knetet er aufgeregt ein eigenes, mitgebrachtes Mikrofasertuch.

Endlich ist er wieder im Besitz seines Goldstücks. Noch etwas nass fährt er damit auf den für die Remontage der Antenne vorgesehenen Platz.

Und jetzt gehts los. Kein Tropfen der Rost- und Flecken bringenden Flüssigkeit bleibt haften. Die Seitenspiegel werden so oft angeklappt, bis nichts mehr den reinen Schein trüben kann.

Die Speichen der Felgen glänzen nicht nur von außen, nein, auch von innen sind sie sauber und trocken.

In Stufen werden die Seitenscheiben rauf und runter gefahren, um auch den letzen sich verbergenden Tropfen zu finden.

Ich kann das nicht mehr länger ansehen und fahre  schnell vom Platz. Abspritzende Wassertropfen blitzen in der Sonne.

3,5 Liter Inhalt

24/06/2010

In der Zeitungsbeilage wird ein Bad-/Kosmetikeimer angeboten.

Optik Edelstahl gebürstet, 3,5 Liter Inhalt.

Was für einen Inhalt der Eimer hat, wird nicht geschrieben.

Die Kunst der Indianer

23/06/2010

Seit Karl May wissen wir, dass die Indianer die Kunst beherrschen, mit einem Zweigwedel hinter sich ihre Fussspuren so zu verwischen, dass die Verfolger die Spuren nicht mehr lesen können.

Heute sah ich einen jungen Indianer, der wischte die Spuren, die vor ihm lagen mit einem Wedel aus frischen Zweigen.

Vielleicht war es auch kein Indianer, sonder einer, der nur ein wenig meschugge war.

Duft von La Toya

22/06/2010

Meine Frau kommt von aus dem Nagelstudio, ja, das heißt so, da kann ich nix für.

Steigt ins Auto und ich frage: „Was riecht denn hier so komisch?“

Das ist „La Toya Jackson  Allesandro Dream Cream“.

Für mich riecht es nur nach grünem Waldmeister-Wackelpudding. Und ich bekomme Appetit.

erpresserische Gutscheine

21/06/2010

In der Zeitungsbeilage war ein Gutschein für eine Wagenwäsche, für da, wo ich auch sonst ein oder zweimal im Jahr hinfahre (mein Auto ist immer von selbst sauber).

Ich leg den Schein an die Seite, dahin, wo ich ihn auch wiederfinde.

Als ich dann mein Auto zu einer himmlischen Wäsche (etwas teuerer, aber ich habe ja den Gutschein) durch die Waschstraße schicke und an die Kasse gehe, lege ich meinen Gutschein vor und erwarte nur ein Lächeln und Nicken von der Kassiererin. Doch sie nennt mir den Preis, der auf der Tafel steht.

„Ich habe doch hier den Gutschein für eine Wäsche.“ „Ja, aber der ist letzte Woche abgelaufen, steht hier auf der Rückseite.“

Ich zahle, mehr als ich jemals wollte, überlege noch einmal die Höhe des Trinkgeldes und nehme mein blitzendes Gefährt in Empfang.

Jetzt flattert mir wieder ein Gutschein ins Haus.

10 Euro, Bestellung möglich per Post, telefonisch oder übers Internet.
Ich sehe mir den jetzt aber mal genau an und das stehts auch schon. Gut dass ich mir letztens eine Lesehilfe (getönte Gläser) gekauft habe.

„Nur in Verbindung mit einer Bestellung im Gesamtwert von 55 Euro für rezeptfreie Medikamente bis zum 25.6.2010“

Na, dann mal schnell in die Tonne damit.

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Doch es gibt auch Gutscheine, die ich liebe. Die kann ich bei meinem Einzelhändler für fast alles im Internet gleich eintragen und bei Bedarf verwenden. Nehme ich bei  jedem persönlichen Feiertag an, auch gerne per eMail oder als Grußkarte.

Noch eine Ähnlichkeit

20/06/2010

Letzens hatte ich schon die Ähnlichkeit brillenmäßig von Nana Mouskouri und Prinz Dany festgestellt.

Mir ist noch eine Ähnlichkeit aufgefallen: nicht nur Brille sondern auch noch Frisur.

Georg Schramm

Quelle: buehne-pepperoni.de

Zuviel Hochzeit

20/06/2010

Wir sitzen beim Frühstück und überhalten uns über alles Mögliche.

Ich halte meiner Frau den Korb mit Brötchen hin.

„Nein, lass man, ich möchte nicht-„

„Wieso, Du hattest doch erst ein kleines Brötchen.“

„- so leben wie Victoria und Daniel. Immer in der Öffentlichkeit“.

Gestern sieben Stunden Hochzeit im Fernsehen waren einfach zu viel.

Schön, dich wieder zu sehen!

19/06/2010

Die junge Mutti erscheint mit ihrem Kleinkind in einer dieser Henkeltaschen für Kinder an der Kette der Einkaufswagen. Stellt den Korb mit dem Kind auf den Boden und nestelt mit einem Euro an der Wagenkette.
An der nächsten Wagenschlange erscheint eine andere Frau.

„Och, schön dass ich dich hier mal treffe, lange nicht gesehen“. Man liegt sich grüßend in den Armen, lacht, erzählt mit strahlendem Gesicht, wie es einem geht.

Mutti und Bekannte verschwinden durch die sich automatisch öffnende Eingangstür zum Supermarkt.

Ein vergessenes Kind in seinem Henkelkorb neben der Wagenschlange beginnt zu plärren.

Mit hochroter, fast platzender Birne stürmt Mutti beim nächsten eintretenden Kunden durch die Eingangstür zurück.

Lesehilfe

18/06/2010

Eben habe ich mir eine Lesehilfe gekauft.

Die kleine Schrift auf dem Beipackzettel war auch mit Lesehilfe nicht zu lesen.

Aber getönte Gläser!