vor dem Bio-Laden oder der Müllallergiker

Ich stehe früh auf dem Parkplatz vor einem Bio-Laden.
Zuerst kommen die Beschäftigten zu Arbeit.

Haltung, Frisur und Kleidung lassen schon von Weitem vermuten, wer wohl dazu gehört.
Ich liege nicht oft daneben bei denen, die den Personaleingang benutzen. Fast alle bestätigen die Bilder, die man von Ökos hat.
Selbstgetricktes und Unfrisur mit Wollsocken in Latschen trotz schon mehr als 25 Grad.

Ein Radfahrer, den Schopf zu einem Zopf im Nacken, mit den Socken über dem Hosenbein, um sich vor der öligen Kette zu schützen, geht mit flachem Rucksack hinein und kommt mit Prallem wieder raus, ein Bündel Lauch sieht oben raus. Eine Mehrwegtüte jetzt am Lenker läßt Mehrkornbrötchen erahnen.

Dann kommt eine Mutti mit einem wohl 10-jährigen Sprössling daher. Der Junge scheint total erkältet und schnoddert unaufhörlich in sein Taschentuch. Das drückt er dann Mutti in die Hand, die geht 2 Meter weiter und wirft es in einen Mülleimer. „Kann er das nicht selbst“, ist sofort in meinem Kopf. Aber er hat es wenigstens nicht einfach in die Gegend geworfen.
Die beiden verschwinden im Laden. Als sie wieder rauskommen, bearbeitet Schnodder ein weiteres Taschentuch. Das drückt er wieder seiner Mutti in die Hand, die es wieder ein paar Meter weiter in den Müll wirft. Was erzieht die da eigentlich, einen Müllallergiker oder Entsorgungsphobiker?

Meine Frau taucht auf und ich muss meine Betrachtungen beenden.

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