Archive for November 2010

Kann sich mal einer um mich kümmern!!

14/11/2010

Gut, dass die Tür auf war.

Was gibt es denn zu essen?
Ach du dickes Ei, das ist ja der Fraß von heute Mittag.
Mal sehen, wer noch da ist.
Ich glaub, ich habe einen schlechten Tag,
nur der, der nicht gleich springt, wenn ich was sage.
Na, ich probier dann mal, ob es mir noch schmeckt,
glaube ich aber nicht.
Na, da habe ich ja Recht gehabt, schon ganz trocken das Zeug.
Muss doch mal mit Nachdruck rüber sehen. Nee, der reagiert nicht.
Dann muss ich wohl ein wenig lauter werden.
Jetzt sieht er hoch und guckt zu mir rüber.
Sieht er denn nicht, dass ich hier mit knurrendem Magen stehe?
Endlich bewegt er sich.
Na also, warum nicht gleich so.
Hoffentlich bekomme ich jetzt auch was, was ich wirklich mag.
Na, mach mir schon den Teller voll.
Das riecht aber nicht schlecht, mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen.
Aber so richtig Hunger habe ich doch nicht, nehme trotzdem mal einen Mund voll,
damit er nicht meint, sein Gang wäre umsonst gewesen.

Jetzt will ich erst mal nach draußen, los mach mir mal die Tür auf.

Das sind die Gedanken unserer Katze, wenn sie sich nach einem ausgiebigen Schlaf sehen läßt.

Orkan vs. Laubbläser

12/11/2010

Mein Nachbar hat sich einen Laubbläser gekauft.

Tief gebückt, die „Jack Wolfskin Outdoor-Jacke“ hochgeschlossen und die gleichmarkige Bommelmütze tief ins Gesicht gezogen weist er jetzt dem Orkan seine Grenzen.

Wie ein Schwert hält er den Bläser am ausgestreckten Arm in Richtung der unberechenbaren Windböen, die mit mehreren 100 km in der Stunde auf ihn zu rasen.

Und das Unfassbare geschieht. Das vor ihm aufgestaute Laub seines Ahorns, der jetzt fast nackt über ihm steht, peitscht gegen die Windrichtung ins Auge des Orkans, der sich gewaltig dagegen wehrt.

Fast scheint das Laub in der Luft auf der Stelle zu stehen, schwankt zwischen vor und zurück. Zentimeterweise setzt sich der Laubbläser, vorgepresst durch den Nachbarn, gegen den Novembersturm durch.

Dann ist es vollbracht. Das sich zwischen den beiden windbeherrschenden Mächten, dem Orkan und dem Laubbläser, fast zerreißende Laub ist über den Zaun zum anderen Nachbarn und hängt dort im Maschendraht.

Wieder einmal hat der Mensch über die Natur gesiegt. Aber als die Frau des Nachbarn den Stecker des Laubbläsers aus der Steckdose zieht, scheint auch die Kraft des Nachbarn zu ende zu gehen und ausgelaugt durch seinen Kampf gegen unbändige Naturgewalt bricht er auf dem jetzt laubfreien Rasen zusammen.

Doch in seinen Augen blitzt der ungebrochene Kampfeswille. „Morgen werde ich es dir wieder zeigen, morgen werde ich bei Hochwasser den Rasen mähen“!

Sinnvolle Aufgabe

01/11/2010

Das Produkt der Zwangsehe zwischen meiner Frau und der Handwerkskammer, die ungewollte und ungerufene Zeitschrift „Handwerk“ hat heute mal eine sinnvolle Aufgabe bekommen.

Ich habe mit ihr das Glasfenster unseres Kaminofens geputzt.

Der Rest der Zeitschrift wird zum Anzünden des Ofens genommen. Zu mehr auch nicht nütze.