Archive for April 2011

Chip-TAN, Probleme, die man ohne PC nicht hätte.

22/04/2011

Ich bekomme hier gerade eine Krise. Jedes Mal, wenn ich eine Online-Überweisung vornehmen will, renne ich durchs Haus und hole erst mal meine Bank-Karte, die natürlich nicht da ist, wo ich am PC sitze, sondern in meinem Portemonnaie (oder schreibt man jetzt Potmane?)
Die Bank zwingt mich, durch Herabsetzung eines Tageslimits, bei Online-Überweisungen auf Chip-Tan umzustellen. Also hole ich mir so ein Gerät.
Einrichten und Synchronisieren gehen ohne Probleme. Zwischen zwei Konten werden kleine Beträge hin und hergeschoben und der Digipass generiert auch schön die TAN’s nachdem er die Daten vom Flackerschirm gelesen hat.
Als ich am nächsten Tag eine echte Überweisung vornehmen will, funktioniert das aber alles nicht so, wie gewünscht. Das Dödelding kann die Daten vom Bildschirm nicht lesen und die Übertragung wird abgebrochen.
Mindestens 15 mal versuche ich es. Mir schwellen die Adern am Hals und ich will schon zum Telefon greifen, um es den Bänkern auf den Schädel zu schlagen, da bemerke ich den Unterschied zum Test. Es ist taghell und die Sonne scheint ins Zimmer.
Als ich den Tangenerierungsdödel mit der Hand abschirme und alles schön verschatte, gelingt auch die Übertragung der Daten und eine TAN wird zum Gebrauch ausgeworfen.
Jetzt weiß ich Bescheid, aber ich muss immer noch hinter meiner Karte herlaufen, wenn ich was bezahlen will.

Über den Zaun im Garten fragt mich mein Nachbar, ob ich auch von der Bank so ein Ding zum Überweisen habe. Er hat sich sowas geholt, aber er kommt jetzt nicht mehr rein. Sein Kennwort geht nicht mehr. Ob ich mal helfen kann.
Nett, wie ich bin, sag ich ja und siehe da, nach Anmeldung sagt der Bildschirm nicht „Guten Tag Herr Nachbar“, sondern geht irgenwo hin und flimmert.
Ich sehe sofort, dass das der Synchronisierungsvorgang ist. Der Generator wird an das Display gehalten und was passiert? NIX!
Aha, denke ich, zuviel Nebenlicht. Schön Schatten hergestellt, aber nichts passiert.
Wo sind die Tasten, um den Bildschirm heller zu machen? Die blaue FN und die Sonne gedrückt und es wird heller. Den Dödel vor den Bildschirm gehalten und siehe da, es geht, Nachbar und ich sind zufrieden.

Aber immer wieder Probleme, die man ohne PC nicht hätte.

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nicht schlecht für den Anfang

07/04/2011

Gerade als ich den Bon mit dem Pfandgeld an einem der zwei Automaten drucke, öffnet sich die Schiebetür und herein kommen zwei Muttis mit zwei Einkaufswagen, die aussehen, als hätten sie einen Ausflug auf eine Mülldeponie in Bangladesh gemacht.
Hoch gefüllt mit Plastikeinwegflaschen und in der Mitte eines jeden der Berge sitzt ein Sprößling, der lernen soll, wie man mit weniger als acht Versuchen eine der Millionen Flaschen mit einem der beiden schmaleren Enden in den Automaten bekommt. Das dauert jetzt mindestens bis zum Feierabend um 20 Uhr.
Ich bin schon fertig, Glück gehabt.

Nachdem ich an der Kasse meinen Pfandbon abgegeben habt bleibt natürlich noch etwas zu zahlen.

In meiner Hosentasche befindet sich immer eine unbekannte Menge Münzgeld, die das Portemonnaie bis zur Unbrauchbarkeit aufblähen würden und mehrere Einkaufwagenchips und lose Schlüssel.
Meine Hand versenkt sich in die Tasche und kommt prall gefüllt wieder zum Vorschein, was nicht einfach ist, weil beim Auftauchen die Hand zur Faust geballt ist.
Ich zähle die Münzen ab, erst die Großen, dann die kleinen Bunten. Es sieht gut aus. Nachdem auch das Kleinzeug unter den Chips und den Schlüsseln ans Tageslicht gebracht wurden, bleibt mir noch ein einziger Cent. Den wollte ich auch behalten.
Der Einkauf bezahlt, die Hosentasche leer, ich kann wegen des fehlenden Gewichts meinen Haltungsschaden wieder ausgleichen und meinen Glücks-Cent habe ich auch noch.

Wenn das kein guter Tagesanfang ist.