Archive for Juli 2011

mein verlorener Kampf

17/07/2011

Ich mag es nicht, wenn Katzen und Hunde alles dürfen und auch im Bett schlafen.

Bei Katze Nr. 1 habe ich 10 Jahre lang erfolgreich alle ihre Versuche abwehren können, die Nacht mit uns in unseren Betten zu verbringen.

Katze Nr. 2, die wir jetzt seit einem halben Jahr haben, ist jung, energievoll, dynamisch und unverbraucht.

Den ununterbrochenen nächtlichen Attacken auf unsere Schlafstatt bin ich jetzt unterlegen. Wenn ich 36 mal die Katze wieder rausgeschmissen habe, hat sie es 37 mal versucht.

Irgendwann bin dann auch ich eingeschlafen und mit einer glücklich schnurrenden Katze neben mir aufgewacht.

Damit sie nicht überall im Bett liegt, hat meine Frau ein altes Bettlaken ans Fußende gelegt, worauf die Katze dann liegen kann.

Das Bettlaken ist der einzige Platz, auf dem die Katze nicht liegt.

Dem Affen in den Arsch geguckt.

08/07/2011

Klamotten kaufen ist für mich ein Greuel.

Wenn mich aber etwas sofort anspringt, das mir gefällt, dann will ich das auch haben.

Im Schaufenster ist eine Jacke, oliv, mit vielen Taschen. Click. Gemerkt.

Genau so wenig schön wie Einkaufen ist, die Hände voller Taschen zu haben. Wenn also meine Frau genug Taschen hat, bringe ich die zwischendurch mal zum Auto.
So einen Gang nutze ich, in den gemerkten Laden zu sehen.

Da hängt auch schon die ausgeguckte Jacke. Prima, auch noch um 30% günstiger im Preis als im Schaufenster. Doch jetzt kommts. Die eine Größe ist etwas eng im Rücken und ich bekomme die Arme nicht mehr nach vorn. Dafür sehe ich in der nächsten verfügbaren Große aus, wie einer von den Schlümpfen.
Meine Größe ist nicht da.

Na, dann eben nicht. Aber schade. Hätte mir schon gefallen.

Auf dem Weg zum nächsten Espresso ein Laden, der die gleiche Marke führt. Nur mal so rein, kann ja sein.

Nicht zu glauben, da hängt meine Jacke, das Etikett zeigt meine Größe. Und jetzt kommts, der Preis ist noch um weitere 20% gesenkt.

Die Jacke ist jetzt für 50% des Ursprungspreises in meinem Besitz, der Espresso und noch so einiges mehr ist jetzt noch zusätzlich dabei rausgesprungen.

Wie sagt man so schön, ich habe dem Affen in den Arsch gesehen.

Wie ein Handtuch auf der Sonnenliege

02/07/2011

Mal wieder ein Supermarkt. Diesesmal aber nicht in heimatlichen Gefilden, sondern am Urlaubsort.

Der Supermarkt, nennen wir ihn einfach mal Alfi, ist voll in der Hand türkischer Großfamilien.
Drei bis vier Familienmitglieder schieben jeweils einen voll geladenen Einkaufskorb, den mit dem großen Fassungsvermögen, in Richtung Kasse.
Die Schlange, in die ich mich einreihe, um meine drei Teile an die Kasse zu bringen besteht nur aus drei halbvollen Wagen und einem älteren Herrn mit einem Teil in der Hand. Hinter mir 3 Großeinkäufe.
Gerade, als ich in die sich verengende Gasse einfahren will, taucht ein hoch überladener Wagen auf und meint, er gehöre zu dem Herrn mit dem einen Teil. Er hatte seinen Alten da geparkt, wie ein Handtuch auf der Sonnenliege auf Mallorca.
Nachdem ich ihm eindringlich erklärt habe, dass das so wohl nicht geht, ich hätte keine Zeit, weil ich im Urlaub bin, hat er es eingesehen und sich artig an das Ende einer Schlange an einer anderen Kasse gestellt.

An der Kasse neben mir, 5 Meter Laufband schon hoch bepackt und noch 3 Riesenwagen in petto, stellt man gerade fest, dass man kein Geld dabei hat.

Seelig lächelnd packe ich meinen Einkauf in meinen Wagen.