Archive for November 2011

Das gibt es auch noch

30/11/2011

Das Telefon klingelt. Werner ist dran. „Du, kannst du mir mal helfen, mein Drucker hört nicht auf.“

„Was hast du denn gemacht?“ „Ich habe Schwarz gewechselt, aber da war er noch beim Drucken.“

„Mach mal den Drucker aus, zieh den Stecker ab, warte einen Augenblick und dann machst du ihn wieder an.“

Grummel, grummel, grummel im Hintergrund.

„Jetzt mach ich ihn wieder an.“  —– Der Drucker initialisiert und zieht Papier und beginnt zu drucken. Seite um Seite. Der Puffer sollte eigentlich leer sein.

Vielleicht druckt er ja auch aus dem Spooler im PC.  Doch mit solchen Dingen ist Werner überfordert, er findet schon mal nicht den Drucker über die Konfiguration, um die Druckaufträge zu löschen.

„So, mach den Drucker wieder aus, ich gehe an meinen PC, dann installieren wir bei dir ein Programm, damit ich von hier aus mal auf deinen Rechner sehen kann.“

„Wie denn das, ich habe doch kein Internet.“

Fast hätte ich den Telefonhörer verschluckt.

Heute fahre ich hin und sehe mir den Wunderdrucker mal an.

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Man muss es nicht verstehen

29/11/2011

Telefongespräch:

Apotheke am Berg, was kann ich für sie tun?

Ich suche Weinsäure, haben sie was da?

Nein, aber ich kann für sie was bestellen, Moment, ja 100 g zu ……  10,50 Euro.

Ich brauch nur 25 g, gehen aus kleinere Mengen?

Augenblick, ich seh mal nach. Ja, es gibt auch 50 g, mal sehen, ob ich die bekommen kann. Ja geht, 50 g gehen auch.

Und was kosten die, schätze mal 6 Euro.

Augenblick, ich muss mal sehen. Ja, da habe ich den EK,  geb ich mal ein …… ja, kostet 2,50 Euro.

Ja, nehme ich.

Können sie morgen früh abholen.

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Es gibt Sachen, die muss man nicht verstehen. 

 

Nachtrag: Bei der Abholung habe ich 3,25 Euro bezahlt, was durch keine der vorherigen genannten Preise zu erklären ist. 

der Umweg

26/11/2011

Es gibt Sachen, die gehen nur auf ganz bestimmten Wegen, z.B. die Kündigung eines Vertrages mit einem Stromlieferanten. 

„Per Post oder per Fax“, sagt die Dame an Service-Telefon. „Nein, per eMail geht das nicht.“

Meine beiden Laptops haben keine Faxmodem mehr (oder heißt es Modi?), wenn ich was zu faxen haben, ja, auch das kommt ab und an mal vor, nutze ich den „Mail to Fax“-Dienst eines Mail-Providers.  Das klappt im allgemeinen sehr gut.

Dieses mal aber nicht. Die Empfängernummer für die Kündigung beginnt mit 01805, und das kostet, und das will der Faxdienstleister nicht.

Mein Fax-Auftrag wird abgelehnt.

Ich rufe das Service-Telefon wieder an, ist umsonst und bekomme eine andere Nummer für mein Fax. Die fängt mit 0800 an und ist auch umsonst. 

Das mag mein Faxdienstleister und das Fax wird versendet. 

Nach einer Woche habe ich immer noch keine Bestätigung meiner Kündigung. Die Dame am Service-Telefon kann meine Kündigung nicht finden, ist wohl auf dem Weg von der kostenfreien Nummer zur kostenpflichtigen Nummer verloren gegangen.

Also Kündigung ausdrucken, unterschreiben und per Brief auf den Weg schicken.

Da fällt mir ein, dass mein Laptop aus der Gründerzeit, welches mich noch auf Urlaube begleitet, ein Fax-Modem hat.

Jetzt gehts los: Fax mit Unterschrift scannen, das Bild aufbereiten und in die Dropbox schieben.

Inzwischen ist der alte Laptop angeschlossen, per LAN ans Internet  und per Telefonkabel an das Kabelmodem angeschlossen, von der Dropbox die Kündigung runtergeladen und per Faxdruckertreiber an die 01805er-Nummer gesendet.

Ich bin die Kündigung endlich los. Auf dem richten Weg an die richtige Telefonnummer. 

Nach zwei Tagen rufe ich wieder die die Dame am Service-Telefon an, ja, sie hat meine Kündigung jetzt als Mail vorliegen.

„Wie, als Mail?“, frage ich. „Die eingehenden Faxe werden immer gleich als Mail aufbereitet und den Verträgen zugeordnet. Ich schicke Ihnen gleich die Bestätigungsmail.“

Als der PC das Signal für eingehende Mails plingt, liege ich mit zuckenden Gliedern und Schaum vor dem Mund vor meinem Schreibtisch.

das kleine Einmaleins

26/11/2011

Gestern hat der Weihnachtsmarkt auch in unserer kleinen Stadt am Rande der Welt seine Pforten geöffnet.

Der leichte Regen gestern hat mir aber die Lust auf eine schöne Thüringer Bratwurst verwässert, daher war ich heute in der Mittagszeit auf Wurstjagt.

Auch für die Beschicker ist alles erst ein paar Stunden alt und man hat noch ein paar Probleme mit dem Rechnen.

Der Kunde neben mir wollte seine dreiteilige Bestellung bezahlen und in drei Anläufen rechnete man von 9 Euro über 8,50 Euro auf 7 Euro runter.  Damit war der Kunde dann einverstanden und legte das Geld auf den Tisch.

Ich hätte auf zwei weiteren Rechengängen bestanden und wir hätten uns dann auf 5 Euro geeinigt.