Sonderung oder Vermessung / es wiehert der Amtsschimmel

Ein Gartenstück soll übertragen werden. Dazu muss eine Grenze gezogen werden.

Einfach einen Strich auf den Karten im Kataster zu machen wäre zu einfach.

Also muss neu vermessen werden, eine 7 m lange Linie kostet dann so viel wie ein Urlaub für zwei.

Bei der Ankündigung des Messtermins wurde für die Unterschrift der Anerkennung der neuen Grenze auch noch eine Vollmacht dazugelegt, falls der Auftraggeber nicht persönlich anwesend sein kann.

Die Vermesser erscheinen pünktlich. Als ich frage, wann unterschrieben werden kann, erfahre ich, das Grenzpunktverhandlungen nur von Beamten unterschrieben werden können und sie seien keine. Kommt später alles schriftlich.

Dann geht es ans Vermessen, denke ich.

Früher, also bis vor einigen Jahren wurden solche Grenzen durch „Sonderung“ ermittelt. Strich und fertig.

Heute wird bei mir alles Versäumte nachgeholt. Im gesamten Viertel werden die Gärten umgegraben, um Grenzsteine aus dem 30-jährigen Krieg zu finden.




Wegen der Bebauung ist es nicht möglich, per GPS genaue Messpunkte zu ermitteln.

Jetzt wird festgestellt, wer hier überall seine Häuser und Garagen falsch gesetzt hat.

Weil ich dann der Auslöser war, werde ich sicher ein Jahr lang nicht gegrüßt.

Nur eines habe ich schon nachgefragt: es bleibt beim alten Preis, auch wenn die hier noch zwei Wochen graben und messen.

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